A – Junioren siegen – haben aber schwer zu kämpfen

Nach der Niederlage an Spieltag (13) gewinnen die A – Junioren der SG Wandlitz/Basdorf ihr zweites Spiel in Folge. Am gestrigen Sonntag gewinnen sie auswärts gegen den FC Straußberg mit 3:4. In einem großen Kraftakt schaffen sie es, den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten, schaffen es aber weder spielerisch zu überzeugen, noch das Spiel zu dominieren.

Das Ziel war klar – ein Pflichtsieg musste her. Die A-Junioren hatten in den vergangenen Wochen geschwächelt und dem sollte entgegengewirkt werden. Dieser Plan wurde aber schon nach einer Minute vorläufig zunichte gemacht, als ein Freistoß von der rechten Seite einen Strausberger Stürmer fand, der mutterseelen allein zwei Meter vor dem Tor nur noch einschieben musste. Abwehr und Torwart kalt erwischt stand es also 1:0 für die Hausherren. Die Vorgaben des Trainerteams, den Gegner früh im Aufbauspiel zu stören und dieses zu unterbinden, wurden überhaupt nicht umgesetzt. Die Mannschaft schien wie in Schockstarre, aus der sie sich nur mühsam befreien konnte. Die Jungs schafften es besser ins Spiel zu kommen und wurden für ihre Mühen belohnt, als Steffen Hennig, nach einer perfekt geschlagenen von Adrian Welz zum Ausgleich einköpfen konnte. Trotzdem zeigten die Wandlitzer immer wieder desaströse Fehler im Aufbauspiel und offenbarten im Mittelfeld riesige Lücken. Wenn es einmal gefährlich wurde, entstand die Chance auf der linken Seite. Auf dieses Auftreten reagierten die Trainer sofort und stellten nach 25 Minuten das System und die Aufstellung noch einmal völlig um. Nach 28 Minuten konnte im Mittelfeld der Ball erobert werden Roman Schmidt konnte sich bis zum gegnerischen Strafraum durchsetzen. Dort legte er den Ball auf Kenneth Sesselmann quer, der den Ball aber nicht erreichen konnte. Der zweite Ball landete wieder bei Roman, der ihn im langen Eck zur 1:2-Führung platzieren konnte. Statt die Führung aber zu nutzen um Ruhe und Sicherheit in das eigene Spiel zu bekommen, stand es zwei Minuten später schon wieder 2:2, als ein Strausberger nach einem Ballgewinn im Mittelfeld, das eins gegen eins mit dem Wandlitzer Torwart für sich entscheiden konnte und einschob. In der 37. Minute war es dann Max Heyne, der nach einem Querschläger im Strafraum und Brustvorlage von Ron Kruggel den Ball per Volley ins linke obere Eck hämmerte.

Aufgrund der schwachen ersten Hälfte der gesamten Mannschaft wechselten Tilo Nawrazala und Matthias Händler zur Pause gleich dreifach und brachten Adrian Fischer, Marcel Petrahn und Josef Pryzibilla, die für Ruhe im Mittelfeld und Abwehr und mehr Kreativität im Spiel sorgen sollten. Das einzige positive Fazit, welches die beiden Trainer ziehen konnten, war dass die Mannschaft sowohl nach Rückstand und Ausgleich zurückgekommen war und ein 2:3 in die Pause „gerettet“ hatte.

Nach der Pause schien es als hätte die Halbzeitansprache gewirkt, als Wandlitz gleich mehrfach gefährlich vor dem Straßberger Tor auftauchte. Erst konnte Kenneth einen Querpass von Roman aus fünf Metern nicht zählbar verwerten, dann traf Steffen nach einer Ecke nur den Querbalken und auch Marcel tauchte frei vor dem Tor auf, trat aber im entscheidenden Moment des Abschlusses in den Rasen. Am Ende des furiosen Beginns konnte sich Kenneth auf der linken Seite durchsetzen und den Ball von der Grundlinie auf Roman zurück, der den Ball eiskalt versenkte. Allerdings wurde er vom Schiedsrichter zurückgepfiffen, der auf Toraus entschied und die Wandlitzer somit um ein klares Tor brachte. Wenig später sollte der Schiedsrichter wieder zu einer zentralen Figur des Spiels werden. Ein Wandlitzer Schuss wurde von einem Strausberger Verteidiger auf der Torlinie per Handspiel geklärt. Den Nachschuss verwandelte Adrian Fischer, wurde aber zurückgepfiffen, da der Schiedsrichter auf Elfmeter entschied. Kurioserweise zückte dieser aber nur die gelbe, anstatt der roten und gerechtfertigten Karte. Den Strafstoß konnte Roman Schmidt leider nicht verwandeln und scheiterte am Hintermann. In der 73. Minute schafften es die Jungs dann einmal wirklich schnell zu machen und so konnte Adrian Fischer den Konter in eine 2:4-Führung ummünzen. Wiederum sieben Minuten später kam Strausberg aber noch einmal ran, als die Wandlitzer Hintermannschaft bei einem Einwurf total schlief und der gegnerische Stürmer aus acht Metern völlig frei zum Schuss kam und zum 3:4-Endergebnis traf.

Letztlich schafft es die Mannschaft die Pflichtaufgabe zu erfüllen und holt sich die nächsten drei Punkte. Auch wenn vieles schief lief und eines der eher schlechteren Spiele gezeigt wurde, liegt der Fokus nun auf dem Pokal-Halbfinale am 01. Mai. Einziger Lichtblick des Spiels war Max Heyne, der sich über 90 Minuten aufgeopfert hatte und deutlich die meisten Laufkilometer abgerissen hatte.

Am 01. Mai trifft die Mannschaft mit dem SV Grün-Weiss Brieselang auf den nächsten Gegner aus der Brandenburgliga. Im Rahmen des Wandlitzer Frühlingsfestes werden bei bestem Wetter wieder zahlreiche Zuschauer erwartet.

Anpfiff des Halbfinales im AOK-Landespokal ist am 01. Mai um 11.30 in der Eintracht-Arena in Wandlitz

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Florian Schweitzer

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